Freitag, 15. Dezember 2017

Ein "Bulli" auf Reisen...

Gestern kam ein Überraschungs-Päckchen an, über das ich mich riesig gefreut habe....
Allerdings hätte es schon zum Nikolaustag hier sein sollen...deshalb hab ich mich gefragt, warum es wohl so lang gedauert hat, bis mein Blick auf die "Versandart" fiel:



Ahh...es war mit der Schneckenpost unterwegs- deshalb ;-)



Aber egal, der Inhalt machte alles wieder wett!
Zum Vorschein kam diese wundervolle Karte und mein langersehnter "Bulli", beides von meiner Tochter gewerkelt. Das mit dem Bulli ist nämlich so eine Geschichte:



Ich bin schon seit Ewigkeiten auf der Suche nach diesem Kult-VW-Bus. Aber alles was ich fand, entsprach irgendwie nicht meinen Vorstellungen; "zu groß", "zu klein", "zu kitschig", zu bunt"...usw. usf...
Anscheinend konnte es auch meine Tochter nicht mehr hören, und sie setzte sich kurzerhand hin, und modellierte diesen aus Keramikplast.
Ihr Motto lautet nämlich: "Kannst du es nirgends bekommen, dann mach´s halt selbst!" (Hat sich die Waldorfschule letztendlich also doch "bezahlt" gemacht ;-)



Allerdings vergaß sie, den Baum und den Kunstschnee dem Päckchen beizulegen, so daß hier wieder mein Motto Verwendung fand: "Man nehme was man/frau hat." (Ohjeh, ich denke mal, ihr könnt das bald schon nicht mehr hören!..) Schnee liegt draußen noch genügend rum, den brauche ich von daher nicht in der Wohnung! Den abgerissenen Zweig fand ich tatsächlich in der Weihnachtskiste und vermute mal, der war von irgendeinem Kranz oder Gesteck übrig, der/das schon lange nicht mehr existiert. Und dieser abgebrochene Korkenverschluß hat nur noch nicht den Weg zum Mülleimer gefunden...nur deswegen lag er hier noch rum...(hüstel!)...



Der Bulli nahm dann auch noch den Umweg durch den Wald, ....

 

...bevor er an seinem endgültigen Bestimmungsort zum Stehen kam....


Ach, ich bin so richtig happy, da er sich auch vom Farbkonzept genial in die übrige Weihnachtsdeko einfügt...(Sweety, you´re simply the best :))

Ihr Lieben, ich wünsche euch jetzt schon einen wunderschönen 3. Advent,
lasst euch nicht ganz so arg stressen ;-) und genießt noch die Vorweihnachtszeit

eure Jeanne


Dienstag, 12. Dezember 2017

Mini-Wald aus alten Buchseiten

Manchmal sieht man bekanntlich den Wald vor lauter Bäumen nicht....So ging es auch mir, als ich die Buchseiten von einer vorherigen Bastelaktion übrig hatte. (das Buch wurde als Geschenkverpackung gebraucht, also ohne Inhalt, sprich Buchseiten)  Und seitdem räumte ich diese von A nach B und wieder zurück....
Bis ich die Idee mit einem Miniwäldchen hatte, das ganz fix gebastelt ist.
Man braucht wie gesagt,
- ein paar ausrangierte Seiten eines Buches
- etwas Kleber
- evtl. Schaschlikspiesse
- Korken oder ähnliches als "Fuß" bzw "Ständer"


Dazu schneidet man sich frei Hand die Schablone aus einem Karton aus.
Ich hab 3 verschiedene Größen genommen. Während für die großen jeweils die ganze Seite gebraucht wird, kann man die mittleren und kleinen Bäumchen aus
einer gefalteten Seite schneiden, wie man hier hoffentlich gut sehen kann.

Während man bei den kleineren dann also nur 3 Seiten (da bereits doppellagig) aneinanderkleben muss....


(Hier kontrolliert wie immer mein "fleißiges Helferlein", ob ich auch alles richtig mache ;-).....

...hab ich für das große Bäumchen jeweils 6 Seiten an einen Schaschlikspieß geklebt; ursprünglich dachte ich, ich bräuchte noch mehr Seiten, aber ich fand, dass das schließlich die ideale Menge ist.....

Wenn man also von oben draufschaut, sieht man es besser.....
A propos draufschauen: beim Basteln fängt man automatisch an zu lesen, also mir geht das zumindest so, und ich las ständig die Worte: Räuber, Wald, Schloß...etc... Ich hab zwar nie Schillers Räuber gelesen, doch ich hoffe inständig, dass ich hier kein deutsches Kulturgut zerstört hab!!...(auweia :( )

Nun fehlte nur noch ein Ständer für das größere Exemplar; ein normaler Korken war zwar einerseits praktisch, doch bewies er auf Dauer keine Standfestigkeit und das Bäumchen kippte folglich immer um...hm....was also tun??

Mein Blick fiel zufälligerweise auf die leere Tesafilmrolle....

Und auf der Spüle lag noch der Deckel von der ausgespülten Tetrapack-Milchtüte...hm...die Maße könnten passen....

Wenn man nun beides ineinandersteckt......

... und das ganze dann auch noch schön mit den restlichen Buchseiten beklebt, hat man einen idealen stabilen Ständer geschaffen!!


Der Mini-Wald schmückt seitdem unser Weinregal von *HIER* mitsamt dem Korkenlicht von *HIER*...

...das abends sogar beleuchtet wird....

Und ganz aktuell mit unserer Mini- Weihnachtskrippe geschmückt, von der wir uns nicht trennen können, da sie ein Geschenk von der längst verstorbenen Oma ist, die aber als Dekoelement nie so richtig reingepasst hat!

Doch hier mit diesem Miniwäldchen kommt sie, wie ich finde, erst so richtig zur Geltung, vor allem abends mit Beleuchtung!...

Und wie ist das bei euch? Habt ihr auch das ein oder andere Erbstück, von dem ihr euch einerseits nicht trennen, aber andererseits nicht wisst, wie und wo ihr es einsetzen bzw. verwenden könnt?

Ihr Lieben, 
ich wünsche euch noch eine wunderbare Adventszeit.
Macht´s euch gemütlich, 
eure Jeanne

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Samstag, 9. Dezember 2017

Apfelstrudel à la Anyu

Die Vorweihnachtszeit ist für viele auch eine Zeit der Rückbesinnung und man erinnert sich wieder an seine eigene Kindheit und wird dabei gerne nostalgisch. Also bei mir ist das jedenfalls so, denn viele Geschichten, die ich heute meiner Tochter erzähle, beginnen mit:" Damals hat die Anyu dies oder das gebacken"....."die Plätzchen so gut versteckt, daß wir sie erst bei der Ostereiersuche im darauffolgenden Jahr wiedergefunden haben"...usw. usf. "Anyu" ist ungarisch und bedeutet also "Mama".
Und diesen Post widme ich meiner verstorbenen Mama, die leider schon im Himmel ist :(
Da meine Mama an der österreich-ungarischen Grenze geboren und aufgewachsen ist, wurden wir (6) Kinder ebenfalls mit Kaiserschmarrn, Palatschinken, Mohnbeigel, Nussbusserl und natürlich mit all´den anderen leckeren "Mehlspeisen", groß. (Nebenbei bemerkt, hatte niemand von uns Kindern Übergewicht! Eine Tatsache, die heute unvorstellbar ist!)


Und all diese Rezepte hatten eines gemeinsam: Sie wurden überwiegend mündlich überliefert. Anfangs startete ich noch einen Versuch, indem ich mich mit Zettel und Stift neben dem Nudelbrett platzierte (laut meiner Mama DAS absolute MUSS in jedem ordentlichen Haushalt!) und mitschreiben wollte, aber schon ziemlich bald meinen Versuch aufgab, mangels brauchbarer Information!!

Das ganze lief dann in etwa so ab: "Anyu, wieviele Äpfel nimmst du pro Teig"? Antwort "Dös siagst dann scho, wievü du braugst"
"Und wieviel Zucker machst du da drauf?"

"Jo wos sui i do jetzt sog´n - des hängt vun die Öpfi ob, wia siass die sann!"
Alles klar soweit?? Genauso wie ihr jetzt, hab ich damals nämlich auch aus der Wäsche geguckt!!

Aber so unglaublich das heute, vor allem zu Zeiten des Internet, klingen mag: wir lernten damals wirklich noch durch Zusehen und Nachmachen. Wir mussten in allem schon ziemlich früh ran, und mitanpacken und siehe da, nach ein paar Versuchen landete der Strudel dann nicht mehr vor sondern tatsächlich im Ofen!!

Und genauso möchte ich dieses Rezept auch hier weitergeben; wer jetzt nämlich genaue Mengenangaben haben möchte, ist hier leider völlig verkehrt. Der oder die geht besser ins Internet. Wer aber auch nur ein kleines Händchen fürs Backen hat, wird mir, nachdem er oder sie diesen Apfelstrudel einmal ausprobiert hat, recht geben: Er ist total easy peasy und super schnell nachzumachen.

Wie ihr während meiner Geschichte anhand der Fotos feststellen konntet, braucht man nur eine Packung Blätterteig (ich nehme gerne die o.a.Marke, weil er gänzlich ohne Plastik daherkommt, noch nicht mal innen!)

Diesen Teig rollt man nach dem Auftauen zu einem Rechteck aus, das von der langen Seite her der Länge des Backblechs entspricht....

Auf das obere Drittel kommen dann Semmelbrösel, die Apfelschnitze sowie Zimt und Zucker. Und es hängt wirklich von der Apfelsorte und vom eigenen Geschmack ab, wieviel man vom Zimt und dem Zucker nimmt. (Anfangs nimmt man eher weniger Zucker und tastet sich dann ran. Sollte es zu wenig gewesen sein, gleicht sich das am Ende wieder aus, weil er ohnehin noch mit Puderzucker bestreut wird.)

Als Kind sah es für mich immer aus wie "Sternenstaub", vielleicht ist das ja ein Merkmal, an dem man es festmachen kann ;-)

Danach rollt man den Strudel von der gefüllten Seite her auf, legt ihn aufs Blech und bestreicht ihn noch mit einer Milch-Ei-Mischung und lässt ihn im Ofen bei ca.  175° goldbraun werden.

Am besten schmeckt der Apfelstrudel übrigens, wenn er noch leicht warm ist, mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks Vanillesauce....

Ein absolutes Gedicht- versprochen!! Probiert es einfach mal aus!!

In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen 2. Advent :)
eure Jeanne




















































Montag, 4. Dezember 2017

Weihnachtskarten-Upcycling

Kennt ihr das auch? Da bekommt man jedes Jahr wunderschöne Weihnachtskarten geschickt, hängt diese dann an die "Weihnachtskarten-Girlande", und kaum ist das Fest vorbei, müsste man sie eigentlich wegschmeißen.... Tja, "eigentlich".... Ich hab das aber nie über´s Herz gebracht, und mir immer überlegt, ob man diesen Karten nicht nochmal neues Leben einhauchen könnte!?....
Doch, kann man, bzw. frau....und wie das geht, zeige ich euch heute hier:
Hier also die "Rohlinge"; Da die Karten ohnehin meistens nur auf der Innenseite beschrieben werden, kann man das vordere Motiv dementsprechend abtrennen und einem neuen Zweck zuführen....


Wenn man, wie ich, sehr viel mit Papier arbeitet, lohnt sich eine Anschaffung eines solchen Schneidgerätes, ansonsten reicht eine einfache Schere oder Cuttermesser. 


Da ich von meinen Waldorf-Laternen (s. *HIER*) stets einen anschaulichen Rest an Tonpapier zu Hause habe, kommt mir dieser hier sehr gelegen....
Somit wird das ursprüngliche Motiv einfach auf einen farblich passenden Tonpapierrest, sprich Karte, geklebt...



Mal Hand aufs Herz: die sind doch viel zu schade, um einfach nur im Müll zu landen, oder!?



Manchmal hebe ich sogar schöne Katalogseiten....
 

...oder gar "Werbematerial" auf, um daraus Karten, Geschenkanhänger




...oder Mini-Grußkarten zu basteln....


Oder aber, wenn die Karte selbst zu kitschig/häßlich ist, was leider ab und zu auch vorkommt (sorry, liebe Schwiegermama, aber Gott sei Dank hast du kein "Internetzeugs" :-),
dann kann man aber selbst das Innenleben noch zu Geschenkanhängern umfunktionieren....

Durch diese Aktion schont man nicht nur die Umwelt, sondern ganz nebenbei auch noch den Geldbeutel;-) !!...

Und wie sieht das bei euch aus?? Landen die Karten nach Weihnachten gleich in der Tonne?? Plaudert doch mal aus dem Nähkästchen, wie ihr das so handhabt...
Würde mich wirklich freuen!...


Und wie ich das mit den dazu passenden Kuverts hinbekomme, zeige ich euch in einem extra Post....

Bis dahin,
frohes Schaffen,

eure Jeanne
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Sonntag, 3. Dezember 2017

Das 1. Lichtlein brennt (endlich!!)

Dieses Jahr tat ich mir wirklich schwer mit der Gestaltung unseres Advents-Tabletts; vor allem deshalb, da ich mir selbst eine besondere Herausforderung gestellt habe. Diese lautete: Man nehme, was man hat! Bedeutet also, es wird nix Neues dazugekauft. Noch nicht einmal Kerzen.....
Dementsprechend stöberte ich die Weihnachtskisten und mein Materiallager durch, dekorierte das Tablett in den verschiedensten Farbkombis, warf alles wieder um, und begann von Neuem!
Mr. Perfect ahnte anscheinend, dass dies eine größere Sache wird, und meinte nur:" Kannst du das denn nicht NACH dem Frühstück machen? Bis du fertig bist, bin ich verhungert!!"....





Also Adventsfrühstück ohne Adventstablett und ohne Kerze!!! Selbst Schuld ;-)
A propos: Keine Kerzen dazuzukaufen, war die schwierigste Aufgabe, denn ich hatte nur Teelichter oder Stabkerzen, die von unserem Kronleuchter noch übrig sind...
Kurzerhand steckte ich die Kerzen in die Teelichtgläser und befestigte sie mit geschmolzenen Wachs....

Mit der Füllwatte aus der Nähkiste, die den Schnee darstellen soll und den Fundsachen aus dem Wald, plus den Lebkuchen-Männchen und Plätzchen von letztem Jahr, die uns unsere Tochter geschenkt hat und die einfach zu schade zum Aufessen waren, kam dann letztendlich diese Variante heraus:


 In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch einen wunderbaren (restlichen)
 1. Advent

 eure Jeanne

Dienstag, 28. November 2017

Bäumchen aus Treibholz

Neulich stieß ich beim Durchsehen meiner Bastel/Materialkiste auf mehrere Treibhölzer, die ich im Urlaub fleißig am Strand gesammelt hatte...
Und wie ich sie so auf dem Tisch vor mir der Größe nach anordnete, fiel mir auf, dass sie von sich aus schon die Form eines kleinen Bäumchens haben... 


Also schnappte ich mir den Akkubohrer und bohrte ganz vorsichtig jeweils mittig ein Loch. Dazu legt man die Hölzer am besten auf eine weiche Unterlage, wie z.B. Handtuch.



Danach war ich auf der Suche nach einem geeigneten "Fuß"; zuerst versuchte ich es mit einem normalen Weinkorken, doch dieser bewies nicht genügend "Stehformat".

Doch ich fand zum Glück noch diesen Stöpsel, von dem ich denke, dass es mal der Verschluss einer Likörflasche war!?..oder von irgendwas anderem "hochprozentigem"!?...(ohjeh, ohjeh, aber nicht, dass jetzt womöglich noch der Eindruck entsteht, wir sind hier nur am "Saufen";-)

Zu guter letzt wurden die Hölzer noch per Schaschlik-Spieß aufgefädelt und schließlich in den vorher präparierten Ständer gespießt. Dadurch erhält das Bäumchen auch eine gewisse Stabilität.

Fehlte nur noch der Stern: ich wollte unbedingt einen silberfarbenen haben; und neulich beim Wegwerfen des Deckels von der saueren Sahne, fiel mir das witzige Muster auf der Rückseite auf. Also Deckel wieder aus dem Müll gekramt, fein säuberlich abgewaschen und aufgehoben...(man weiß ja nie wofür man das nochmal gebrauchen kann ;-)....

Zur Verstärkung klebte ich ihn noch auf einen Karton (ebenfalls aus dem Müll ;-), und klebte auf der Rückseite noch eine Art "Lasche" auf.

So kann man den Stern einfach auf das Ende des Schaschlik-Spießes stecken.

Und so sieht das ganze dann fertig aus:

Das Bäumchen kommt zur Deko ins Treppenhaus- deswegen sollte der Stern silberfarben sein; doch wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, hebt sich dieser farblich kaum ab....

...deswegen schnitt ich aus einem anderen Aludeckel nochmal einen Stern aus, der eindeutig besser zur Geltung kommt....(immer dieser verflixte Perfektionismus, kennt ihr das auch?? ;-)

Und das ganze schließlich noch mit der kompletten Weihnachtsdekoration.



Euch alle noch ein frohes Schaffen
eure Jeanne
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